Home Meine Reisen Reise 2009-2 Naher Osten / Ägypten ( in Arbeit )

PageInfos

Besucher

Heute50
Insgesamt120622
Reise 2009-2 Naher Osten / Ägypten ( in Arbeit )
Die Reise starteten wir Mitte Oktober 2009 auf dem Landweg über Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Syrien, Jordanien nach Ägypten und auf dem Landweg wieder zurück.
Nachdem wir fleißig an dem Ausbau unseres Toyos gearbeitet und unsere Hüttenwirt - Saison 2009 auf dem Zugspitzplatt hinter uns gebracht hatte, starteten wir Mitte Oktober zu unsere Vorderen Orient- und Nordafrikatour.
Wir haben lange überlegt, welchen Weg wir Richtung Türkei/ Syrien wählen sollten.
Der Weg über Italien mit Übersetzen nach Griechenland und weiter über die Türkei erschien uns zu langwierig. Wir wählten daher die vermutlich schnellste Route über den Balkan.
Von früheren Reisen in den 70iger- und 80iger Jahren über den berüchtigten Autoput durch das frühere Jugoslawien kannten wir ja diese Route mit vielen schlechten Erinnerungen. Da hat sich aber in der Zwischenzeit einiges verbessert.



So starteten wir in Bad Tölz Richtung Österreich/ Ungarn. Auf der Westautobahn bis Wien, über Budapest bis nach Szeged ging es flott voran. Nach der serbischen Grenze schlugen wir uns für die ersten Nacht gleich in die Büsche naher der gut ausgebauten Strecke Richtung Belgrad. Die Weiterfahrt über Belgrad und Nicè bis bulgarischen Grenze lief gut mit wenig Verkehr und gut ausgebauten Straßen und Autobahnen.
Auf der bulgarischen Kurvenstrecke nach der Grenze ließ ich den Toyota richtig zügig laufen und übersah prompt eine Radarkontrolle.
Die Polizei war aber touristisch- freundlich gestimmt, dank neuer EU- Mitgliedschaft und ermahnte mich nur mit dem Kommentar: "Don`t drive like Mikel Schuhmacher!"
Über Sofia ging es dann etwas eingebremster bis nahe Plovdiv, wo wir in einer Rohbau- Fabrikhalle sogar einen überdachten Stellplatz für die 2. Nacht fanden.
Der 3. Fahrtag brachte uns über Edirne nach Istanbul. Das Wetter war schön, sodaß wir beschlossen 2 Tage in Istanbul zu bleiben.
Es dauerte einige Zeit bis ich den bewachten Parkplatz hinter der Blauen Moschee wieder fand fand, wo wir 2 Nächte blieben. Von diesem Stellplatz waren wir in 5 Minuten zu Fuß im Zentrum! Sorglos hatten wir abends die Fahrzeugtüren längere Zeit offen. Ergebnis war, das uns in der 1. Nacht etliche Mücken zugesetzt hatten.
Ein unerfreuliches Ereignis stellte sich am 2. Tag nach einem Besuch der Galattabrücke ein. Nachdem wir dort Fischessen waren, gingen wir durch eine überfülle Unterführung Richtung Großen Basar. Anschließend vermisste ich meinen Gelbeutel, den mir einer im Gedränge unter der Brücke aus der Hosentasche der Jeans gezogen haben muß. Schaden ca. € 150.-.
Naja- wir sind im Orient! Ab sofort besser aufpassen!
Weiter gings bis Göreme in Anatolien.
Ich kannte vor Göreme einen schönen wilden Campplatz in einem Weianbaugebiet oberhalb Göreme mit schönen Blick auf die wilde zerklüftete Vulkan- Sandsteinlandschaft, die so typisch für Göreme ist.
Früh morgens vor Sonnenaufgang hörten wir entferntes Fauchen, welches wir nicht zuordnen konnten.
Nachdem ich aus den Federn kroch, sah ich die Urheber. Es war ein Heißluftballon, der sich gerade in nur ein paar Meter über uns Richtung Canyon bewegte.
Wir begrüßten uns mit Handwinken, es waren einige Touristen in der Gondel. Ich wollte mich gerade wieder in das Auto verkriechen, als sich der nächste Ballon auf uns zu bewegte.
Ich weckte Maria, die um 6:00 Uhr  morgens noch kaum ansprechbar ist. Ihre Vorfahren müssen Murmeltiere gewesen sein, die Mitte Oktober bereits mit dem Winterschlaf beginnen!
Dann begann ein spektakuläres Erlebnis, das wir in dieser Form noch nicht gesehen habe.
Es kam ein Ballon nach dem anderen über die nahe Kante hoch- der Startplatz lag nur einige Hundert Meter von unserem Schlafplatz entfernt auf einem Sportplatz.
Im Laufe einer Stunden fuhren um die 30 Bollons über uns hinweg.
Spektakulär war aber dann deren Abstieg gleich hinter uns in den nahen Canyon. Sie ließen sich durch Luftablassen in das Tal gleiten, wo sie der Talwind um 90 Grad versetzt entang des Tales nach Osten bließ. Die Bollongondeln hatten teilweise nur ein paar Meter Abstand zu den Sandsteintürmen die in diesem Tal wie Pilze stehen.
Diese Art von Ballonfahren so nahe an Hindernissen wäre bei uns undenkbar!




Nach Besichtigung der berühmten frühchristlichen Höhlenkirchen mit den schönen Fresken aus dem 9. JH. und einer unterirdischen Höhlenstadt ging es dann weiter nach Süden Richtung Syrien. Die Grenze erreicht wir am späten Nachmittag.
Die Einreise mit Bezahlung der Versicherung, Dieselsteuer und Abstempeln des Carnet dauerte dann ca. 1 Stunden. Ein "hilfsbereiter" Beamter wollten dann auch danach ein saftiges Backschisch! Also in Zukunft Vorsicht vor solchen "hilfsbereiten" Leuten an den Grenzen.
Abends nach Eintritt der Dunkelheit erreichten wir im Norden das Simeonskloster. Die Ruinen einer großen frühchristliche Klosteranlage aus dem 4.JH n.Ch., die eine Besichtigung wert sind.
Am folgenden Tag war Aleppo im Programm. Eine große Stadt mit dem größten alten syrischen Basar und der sehr beeindruckenden Zitadelle im Zentrum der Stadt.
Nördlich gleich am Graben der Zitadelle fanden wir ein Restaurant, wo wir ausgezeichnet gegessen haben. Syrien und das weiß ich von meiner Arbeitszeit, weil ich 2 mal in Syrien beruflich unterwegs war, kann man ausgezeichnet gut essen!
Weiter ging es entlag des Euphrat nach Rusaffa, Reste eine große antike Stadtanlage.
Von dort fuhren wir dann ca. 100km Offroud nur mit Hilfe von GPS- Punkten durch die syrische Wüsten zu dem großartigen antiken Wüstenschlosss ...........



Die Fahrt durch die Wüste war spannend, da ich mich das erste mal nur nach GPS- Punkten orientierte, die ich mir aus einer Tourenbeschreibung aus dem Internet runter geladen habe. Ich fand mich aber problemlos damit zurecht.
Am Abend erreichten wir Palmyra, das touristische Highlight in Syrien.
Wir campten direkt südlich an der Tempelmauer des gewaltigen römischen Baltempels in einem kleinen Garten. Da uns von Norden Schlechtwetter einholte, beendeten wir die Besichtigungstour in und um Palmyra und fuhren am folgenden Tag bis Damaskus.
Da ich die Koordinaten des Campingplatzes nicht hatte, fanden wir einen ruhigen Platz auf einem Feld hinter einer kleinen Ziegelei auf dem halben Weg zum Airport.
Wir blieben 2 Tage in Damaskus, wo ich einen Freund in der Altstadt besuchte und bei dem wir schöne alte Orienteppiche einkauften. Ein Geheimtipp- den ich bei meinem Berufsaufenthalt vor 10 Jahren in Damaskus kennen gelernt habe.
Abends fuhren wir dann  auf die Höhenstrasse, von wo man einen grandiosen Blick auf die riesige beleutete Stadt hat. Ich liebe Damaskus, für mich die schönsten und interessanteste Stadt auf der Welt! Die Altstadt und der Basar gehört nicht ohne Grund zum UNESCO- Weltkulturerbe. Ein Restaurantbesuch in einem der ausgebauten alten Herrschaftshäuser aus der Moghulzeit ist ein unvergessliches Erlebnis.



Wir verlassen Damaskus auf der Autobahn nach Süden, um an der jordanischen Grenze das besterhaltenste römische Amphietheater in Basra zu besuchen.
Der Grenzübetritt nach Jordanien war schnell erledigt. Wir wollten im Nordwesten eine alte Römerstadt besuchen, aber das uns wieder einholende Schlechtwetter vom Norden vetrieb uns. So passierten wir auf der Durchfahrt Amman, die keinen besonders einladenden Eindruck auf uns machte.
Wir fuhren zum Toten Meer, um uns dort ein Bad im Salzwasser zu gönnen. Das Wasser ist so salzhaltig, das man nicht untergehen kann. Das war dann auch so, aber es bließ ein heftiger Sturm, der das Salzwsser aufpeitscht. Ich bekam einige Spritzer in die Augen und glaubt sofort zu erblinden, da diese Brühe scharf wie eine Säure in den Augen brannte.
Auf der Weitefahrt machten wir noch einen abendlichen Abstecher ins Wadi Mujib, den uns der Ranger des dortigen Nationalparks ermöglichte.
Entlang des King- Highways fuhren wir dann bis Petra. Ein sehenswerter Ort, der aber derartig von Touristen überlaufen ist, das wir uns auf den nächsten Stop, den Besuch des Wadi Rum im Süden freuten. Sie soll zu den schönsten Wüstenlandschaften der Welt gehören.
Wir erreichten den Haupteingang, wo man für die Einfahr mit dem eigenen Fahrzeug ein Ticket lösen muß.
Wir wurden darauf hingewiesen, das campieren nur in den Beduinencamps gestattet sein.
Da wir ohne Führer fahren wollten, sprachen wir einen Beduinen an, der uns mit zu seinem Touristencamp nahm. Ein Fahrt durch die Wüste zu einer Düne, von wo man den Sonnenuntergang ansehen konnte, gestattete uns gleich einwenig uns in der Wüste zu orientieren. Es folgte ein gemütlicher Abend im Beduinencamp mit Grill und Beduinemusik life.



Nach 2 tägiger Rundfahrt bis nahe der saudisch- arabischen Grenze wollte wir diese phantastischen Wüstenlandschaft nach Süden direkt nach Aquaba verlassen. Dafür haben wir uns GPS- Punkte besorgt, um die Ausfahrt durch die Berg- und Sandwüste nach dem Golf von Aquba zu finden. Auf diesem Weg hielt uns ein Rangerfahrzeug der NP- Verwaltung auf, kontrollierte unsere Tickets und ließ uns nur weiterfahren, da wir Ihnen überzeugend unser GPS und die notwendigen Wegepunkte für die Ausfahrt nach Süden zeigen konnten.



Bevor wir wieder auf die Autobahn Richtung Aquaba stießen, passierten wir noch einen Militärposten, der uns nach Kontrolle unserer Pässe passieren ließ.
Wir kamen gerade rechtzeitig noch zur Abfahrt der Schnellfähre nach Nuweiba auf Sinai.
Nach einer 4- stündigen Fahrt erreichten wir dann dann die ägyptische Küste bei Nuweiba.
Mir mußten dann noch eine volle Stunde auf dem Schiff ausharren, bevor wir von Bord dürften. Die ägyptischen Hafenbehörden hatten wohl gerade ihre Dinnertime!
Die anschließenden Zollprozeduren mit Unterflurkontrolle des Fahrzeuges, Versicherung, Geldwechsel und Montage des notwendigen ägyptischen Kennzeichen dauerte weiter 3 Stunden! In der Zwischenzeit war es fast 23:00 Uhr als uns der Zoll aus dem Hafenbereich ausfahren ließ.
Unweit des Hafens sahen wir die Lichter des großes Hilten- Hotels. Direkt neben dem Hotel fanden wir im Dunklen die Fahrt an die Beach und konnte so in Sichtweite des beleuchteten Hotels hinter einer Palmenhütte direkt am Strand einen ruhigen Schlafplatz finden.
Wir fuhren dann teilweise nahe der Küste bis Dahab, um dort für ein paar Tage am Strand zu erholen. In Dahab herrscht noch voller Touristerummel. Wir bummelten entlang der beleuchteten Strandpromenade und suchten uns ein schönes gemütliches Fischrestuarant direkt am Meer.
Ein paar Kilometer südlich auf einer kleine Halbinsel fanden wir direkt am Strand ein kleines einsames Restaurant eines Beduienen, der uns direkt am Strand bei seiner Palmenhütte campen ließ.
Da hatten wir gleich einen direkten Einstieg zum Schnorcheln ins vorgelagernte Korallenriff. Das war schon ein besonderes Erlebnis nur knapp unter der Wasseroberfläche die bunte Korallen und Fische zu erleben. Wir hatten hier einen besonders schönen Platz abseits vom Touristenrummel von Daha gefunden.



Von dort ging es dann auf guter Straße ins Innere vom Sinai zum berühmten Katharinen Kloster am Berg Moses. Leider konnten wir nicht ins Kloster, es ist nur vormittags offen.
Bei der Rückfahrt nahe des Klosters sahen wir ein Schild: Wadi Nasb. Auf der guten Know- How- Karte vom Sinai sahen wir, das es sich um einen Karawanenweg in West- Ostrichtung zurück zur Küste nach Dahab handeln müßte.
Wir versuchten auf gut Glück diese Offroadstrecke und kamen immer weiter ins voolkommen menschenleere Landesinnere. Nach den Pistenspuren wird diese Strecke sicher nur von wenigen Beduinen oder Militärs befahren. Die Täler wurden immer enger und die Pässe waren immer wilder zu befahren. Es gab an den engsten Stellen noch vereinzelt kleine Palmenoasen eingeschlossen zwischen hohen Felswänden. Eine sehr beeindruckende farbige aber kahle Landschaft. Mehrmals glaubten wir am Ende der Täler angelangt zu sein.



Da wir aber immer noch Fahrspuren vor uns sahen, die durch enge Schluchte führten, wagten wir uns weiter. Nach zahllosen engen Felspassagen öffneten sich immer wieder die Täler, sodaß wir immer näher Richtung Dahab kamen. An einer Gabelung war dann Ende der Piste, versperrt durch den Schranken eines Militärpostens.
Die erstaunten Gesichter der Soldaten über unser Erscheinen, signalisierte uns, das sich hier her wohl noch kaum ein Touristefahrzeug verirrt hat. Nach der Frage nach dem "Permit" für die Weiterfahrt, war uns schnell klar, das wir ohne Genehmigung hier unterwegs waren.
Nach mehreren Funksprüchen zu den vermutlichen Vorgesetzten deutete man uns an, daß wir keine Durchfahrtgenehmigung erhalten werden. Die Soldaten konnte kaum Englisch und wir verstanden "natürlich" kein Englisch und wiederholten mehrmals, das wir nach Nuweib zum Ferryboat müßten. Nachdem die Soldaten keine Zigaretten mehr hatten und ihr Nachschub scheinbar schon überfällig war, wurde die Stimmung sofort um vieles freundlicher, als wir für solche "Fälle" Zigaretten aus dem Handschuhfach zogen. Nachdem wir dann noch zum Tee eingeladen wurden, war klar, das wir unsere Fahrt fortsetzen konnten! Der Schranken ging auf und wir konnten unser Grinsen kaum verbergen. Nach einer weiteren Stunde waren wir dann wieder in Dahab an unserem Campplatz am Strand und hatten eine tolle Offroudstrecke quer durch denSinai hinter uns und das noch dazu ohne Permit, das wir vermutlich alleine nie bekommen hätten!
Die Weiterfahr ging von Dahab nach Süden und zurück an die Küste in das Seeadler- Schutzgebiet und den am weitesten nördlich liegenden Mangrovenwäldern.
Anschließen passierten wir durch einen schmalen Schutzkorridor Mienenfelder an der Küste nach Sham El Sheich, die noch aus dem Israelkrieg stammen.
Nachdem wir den Suezlkanal erreichten, konnten wir diesen durch einen Tunnel unter dem Kanal passieren.
Ist schon ein komisches Geführ, wenn oben darüber Hochseeschiffe über dem Tunnel durch den Suezkanal fahren. Im Tageswechsel fahren die Schiffe an einem Tag nordwärts und am nächsten Tag südwärts durch die engste Stelle des Kanals.
Beiderseits ist viel Militär stationiert, um Anschläge auf Schiffe zu verhinden. Eine Anschlag mit Untergang eines Schiffes würde nicht nur für Ägypten verheerende wirschaftliche Konsequenzen haben, wenn der Kanal unpassierbar werden sollte.



Ein Containerschiff fährt durch die Wüste!

Unser nächstes Ziel war Luxor am Nil. Am Roten Meeres fuhren wir entlang der Küsten an riesigen neugebauten Touristen Orten vorbei. Kein schöner Anblick, auch wenn man bedenkt, das diese Orte in naher Zukunft mit Touristen aufgefüllt werden sollen!
Wer die Kultur des alten Ägypten erleben will, der muß Luxor gesehen haben!
Die gewaltigen Tempel von Theben und Karnak ...... das Tal der Könige......usw.!
Ein großartiges Erlebnis natürlich auch der große Touristenrummel am Nil.



Im Camp in Luxor lernten wir ein Paar aus Berlin kennen, die auf dem Weg
über die afrikanische Ostroute nach Südafrika unterwegs waren. Maria fragte mich: warum machen wir das nicht? Erstaunt über ihren Unternehmergeist, traf sie bei mir nicht auf taube Ohren! Dieser Plan soll 2010 in die Tat umgesetzt werden! Aufmerksam verfolgten wir die Berichte der beiden Berliner, um Infos für unser nächste große Tour zu sammeln.
Wir wollten aber jetzt die Sahara erkunden.
Geplant war die Western Desert Route über die Oasen Dhakla, Bahariya bis nach Siwa.
Bis Bahariya war keine Genehmigung notwendig. Ob wir es bis Siwa schaffen, wollten wir in Bahariya erkunden.


FORTSETZUNG folgt!




Hier finden Sie alle Bilder der Reise